Share of Shelf: Wer ist der Platzhirsch im Süßwaren-Segment?

Supermarktregal mit Süßwaren

Schwarzes Gold, zarteste Verführung, Speise der Götter: Es gibt zahlreiche Umschreibungen für Schokolade. Kein Wunder: Sie erfreut sich höchster Beliebtheit und landet daher auch sehr häufig im Einkaufswagen. Allein 8,6 kg Schokolade vertilgte jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2018 [1] . Damit nimmt die Schokolade unter den Süßwaren weiterhin Platz 1 ein. Hinzu kommen für jeden Verbraucher über 20 kg weitere Leckereien anderer Kategorien wie z.B Kekse, Fruchtgummi & Co. Doch welcher Hersteller ist eigentlich der Platzhirsch in deutschen Supermärkten? Wer belegt mit seinen Marken den größten Regalanteil und hat damit einen echten Wettbewerbsvorteil? Wir haben dazu eine Stichprobe gemacht und die Süßwaren-Regale in drei deutschen Großstädten genauer untersucht. Unsere Share of Shelf Analyse verrät, welcher Hersteller dabei das Rennen gemacht hat.

Share of Shelf Analyse: So lief es ab

Basis für die Share of Shelf Bestimmung ist eine Stichprobe im Süßwaren-Segment aus je 3 inhaberbergeführten Rewe-Märkten in Berlin, Hamburg und München sowie aus je 3 inhabergeführten Edeka-Märkten in den gleichen Städten. Die Auswahl der Märkte erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Für die Datensammlung waren Nutzer der appJobber-App Anfang 2020 unterwegs und haben Fotos aller vorhandenen Regale der Kategorien „Kakao/Schokoladenwaren“ sowie „Feine Backwaren“ angefertigt. Die Auswertung und Analyse erfolgte anschließend durch die Datenanalysten von appJobber. Für die beiden Warengruppen ergab sich in den insgesamt 18 besuchten Märkten so eine Gesamt-Kontaktstrecke von 1743,06 Metern.

Süßwarenregal: Hier wurde eine Share of Shelf Analyse durchgeführt.
Im Rahmen der Share of Shelf Analyse wurden die Produkte im Regal je nach Markenzugehörigkeit eingefärbt und deren Kontaktstrecke berechnet.

Im Blickpunkt: Ferrero, Mars, Storck und Mondelez

Für die Analyse wurde die Stammplatzierung der 4 umsatzstärksten Markenhersteller betrachtet [2] : der italienische Süßwaren-Hersteller Ferrero, das deutsche Unternehmen Storck sowie die US-Konzerne Mars und Mondelez. Die summierten Anteile der unternehmenseigenen Marken am untersuchten Segment wurden in den 18 besuchten Märkten von Rewe und Edeka bestimmt. Das Ergebnis: Umsatzführer Ferrero fällt im Vergleich deutlich ab gegen den Mitbewerber Mondelez. Über alle Märkte hinweg erwies sich Mondelez als Platzhirsch unter den Herstellern. Im Durchschnitt belegen die Marken des Konzerns (u.a. Milka, Oreo und Toblerone) zusammen einen Share of Shelf von 13%. Besonders dominant zeigt sich dabei die Mondelez-Marke Milka, die in fast jedem Markt durch ausgeprägte, große Markenblöcke auffällt. Erst auf Platz 2 folgt Ferrero mit durchschnittlich 9% Regalanteil. Mars (u.a. Snickers, Balisto, Bounty) liegt mit 6% auf Platz 3. Storck  (u.a. Merci, Toffifee, Knoppers) mit 4% auf Platz 4.

Share of Shelf im Schokoladensortiment: Diese Marken dominieren im Supermarkt
Share of Shelf in den Warengruppen „Kakao/Schokoladenwaren“ sowie „Feine Backwaren“: Diese Marken dominieren im Supermarkt

Mondelez vorn: bei Edeka UND Rewe

In einer Auswertung nach Händler zeigt sich ein ähnliches Bild. In Edeka-Märkten nehmen die Marken von Mondelez durchschnittlich 13% der Regalfläche ein, Ferrero steht mit durchschnittlich 8% an zweiter Stelle. Bei Rewe liegt der Anteil von Mondelez mit 12% etwas niedriger, Ferrero folgt an zweiter Stelle mit einen Share of Shelf von 9%. Beide Händler bieten allerdings noch reichlich Raum für Entfaltung. Mit 69% (Edeka) und 67% (Rewe) geht der größte Anteil im Regal an Süßwarenhersteller jenseits der umsatzstärksten Unternehmen Ferrero, Mars, Storck und Mondelez. Luft nach oben hätten die Top 4 Player im Regal also noch:

Share of Shelf im Schokoladensortiment: Präsenz im Regal bei Edeka und Rewe
Share of Shelf: Präsenz im Regal bei Edeka und Rewe

 

Regionale Unterschiede im Regal?

Neben dem Blick auf die Unterschiede zwischen den beiden Händlern Edeka und Rewe zeigt ein Städtevergleich: auch hier sind die Unterschiede überraschend klein. Egal ob in Berlin, Hamburg oder München – Mondelez lässt sich den ersten Platz nicht streitig machen:

Share of Shelf im Schokoladensortiment: Präsenz im Regal in Berlin, München und Hamburg
Share of Shelf: Präsenz im Regal in Berlin, München und Hamburg

 

Die Erhebung zeigt mit 18 Märkten nur einen Ausschnitt und ist damit nicht repräsentativ.

Sie möchten wissen, welchen Anteil Ihr Produkt im Regal hat oder welchen Share of Shelf Ihre Marke einnimmt? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot: sales@appjobber.de.

 

[1] „Pro-Kopf-Verbrauch von Schokoladenwaren in Deutschland“, statista.com
[2] „Ranking der größten Süßwarenhersteller in Deutschland nach Nettoumsatz im Jahr 2016“, handelsdaten.de

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Consumer Insights zu Corona: 25% der Shopper machen Hamsterkäufe

Bild Supermarkt mit Regallücken durch Hamsterkäufe. Hier gibt es Consumer Insights rundum Corona-Virus.

Hamsterkäufe und leere Regale: Sie bestimmen seit fast 2 Wochen das Bild in vielen Supermärkten. Doch wie viele Menschen in Deutschland haben tatsächlich ihr Einkaufsverhalten aufgrund des Corona-Virus‘ angepasst? Und wie sehen die Veränderungen im Detail aus? In einer Blitz-Umfrage haben wir mehr als 400 User unserer Crowd befragt und präsentieren in diesem Artikel erste Ergebnisse und Consumer Insights.

Bislang noch kein Panik-Modus

Als Crowdworking-Dienstleister mit zehntausenden aktiven Nutzern in Deutschland hat appJobber einen direkten Draht zu Shoppern und kann innerhalb kurzer Zeit relevante Consumer Insights generieren. Mit Hinblick auf das sich immer weiter verbreitende Corona-Virus haben wir daher zwischen dem 11. und 15. März eine Umfrage zum Kaufverhalten durchgeführt. 419 Nutzer haben sich an der freiwilligen Umfrage beteiligt und uns über ihr aktuelles Kaufverhalten informiert. Die Ergebnisse zeigen: Von Panik war gerade in den ersten Tagen wenig zu spüren. Allerdings zeichnete sich über das Wochenende eine leicht veränderte Stimmungslage ab. Die Verschärfung der Situation, die sich nun auch in deutlichen Maßnahmen wie Schul- und Kitaschließungen äußert, scheint Wirkung zu zeigen.

Wie sieht es mit der Angst vor einer Ansteckung aus?

Nur 8,9% der Befragten gaben an große oder sehr große Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu haben. 57,2% der Befragten haben eine geringe oder sehr geringe Angst, sich anzustecken. 4,3% der Teilnehmenden waren 55 Jahre alt und älter. Davon gaben nur 11% an, große oder sehr große Angst zu haben. Die restlichen knapp 90% dieser Altersgruppe gaben bezogen auf ihre Angst an: sehr gering (11%), gering (45%) oder mittel (33%).

Grafik zur Angst der Konsumenten vor Corona
Der überwiegende Teil der Befragten hat sehr geringe, geringe oder mittlere Angst sich mit COVID-19 anzustecken.

Ca. 75% der Shopper machen (noch) keine Hamsterkäufe

Auf die Frage, ob im eigenen Haushalt in den letzten Tagen mehr Lebensmittel bzw. Hygieneartikel als üblich eingekauft wurden, antworteten nur knapp 25% der Teilnehmenden mit „Ja“. Auffällig hierbei: Bis Freitagnachmittag lag der Durchschnitt noch bei ca. 20%. Die Antworten am Wochenende führten zu einem Anstieg des Gesamtdurchschnitts auf 25%.

Grafik zum Hamsterkauf der deutschen Konsumenten.
Die Grafik zeigt: 25% der befragten Konsumenten haben in den vergangenen Tagen mehr eingekauft als normalerweise.

Nur 25% Shopper also, die mehr in den Einkaufswagen packen als normalerweise – dieser Wert erscheint in Hinsicht auf die vielen leeren Regale im Lebensmitteleinzelhandel zunächst überraschend niedrig. Ein Wert wie dieser reicht allerdings bereits aus, um für signifikante Regallücken zu sorgen. Denn die normalerweise gut geölte Lieferstruktur und -taktung im Handel ist auf ungeplante Nachfragesteigerungen dieser Art nicht vorbereitet. [1]

Wenig überraschend: Nudeln, Konserven und Toilettenpapier besonders gefragt

Passend zu den seit zwei Wochen häufig leeren Nudelregalen in den Supermärkten und Discountern wurden Nudeln am häufigsten auf Vorrat gekauft. Knapp 75% der Shopper, die mehr als üblich einkauften, hatten Nudeln im Einkaufswagen. Die Consumer Insights zeigen: Etwa 57% der befragten User kauften außergewöhnlich viele Konserven und Toilettenpapier. Genau 50% deckten sich verstärkt mit Getränken ein. Was fällt sonst noch auf? Auch Tiernahrung wird von mehreren Teilnehmenden genannt – schließlich müssen ja auch die Haustiere im Fall der Fälle versorgt sein.

Grafik zu Artikeln, die zuletzt besonders häufig in großen Mengen gekauft wurden.
Die Grafik zeigt die Gesamtverteilung der Antworten: Nudeln, Konserven, Toilettenpapier, Getränke und Reis machen mehr als 50% aus.

Wenig Veränderung bei Häufigkeit des Einkaufens

85% der Shopper gaben an, die Häufigkeit des Einkaufens durch das Corona-Virus nicht verändert zu haben. Knapp 9% gehen aktuell häufiger einkaufen, knapp 6% kaufen seltener ein, dafür jedoch größere Mengen.

Grafik zur Häufigkeit des Einkaufs im Zuge von Corona.
Die Corona-Krise hatte bislang nur bei wenigen Konsumenten Auswirkungen auf die Häufigkeit des Einkaufens.

20% der Shopper haben ihr Kaufverhalten durch Corona verändert

Keine oder weniger Shopping-Ausflüge in große Einkaufszentren oder Innenstädte: Das antworteten die meisten Shopper in Hinblick auf das veränderte Kaufverhalten durch das Corona-Virus. Mehr als 85% der Befragten, die ihr Kaufverhalten angepasst haben, nannten diese Änderung. Auch mehr Online-Käufe wurden in Einzelfällen genannt sowie das generelle Vermeiden von Einkäufen. Beim Einkaufsverhalten zeigt sich: Der stationäre Handel ist noch immer sehr frequentiert. Mehr als dreiviertel der Befragten sucht weiterhin Supermärkte und Discounter auf. 23% der Befragten kaufen aktuell stationär und online. Nur 2 Befragte kaufen mittlerweile ausschließlich online ein.

Die Befragung der Konsumenten wird noch einige Tage fortgesetzt. Wir gehen mit Blick auf die Zuspitzung der Situation und die mittlerweile weitreichenden Maßnahmen zum Schutz vor COVID-19 von weiteren Veränderungen aus und informieren über weitere Entwicklungen und Auswertungen hier auf unserem Blog.

[1] „Noch ist alles da“, zeit.de

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Der Tag danach: Supermärkte nach dem Hamsterkauf-Wochenende

Out of Stock nach Hamsterkäufen

Kaum noch Nudeln, Reis, Kartoffeln, Konserven, Wasser und Hygieneartikel: dieses Bild fanden viele Verbraucher am Samstag in deutschen Supermärkten vor. Und wie sieht es heute aus, am Montag danach? Wir wollten wissen, ob noch immer Out-of-Shelf und Out-of-Stock Situationen auftreten und haben uns in einigen Märkten umgesehen. Unsere schnellen Store-Checks zeigen: Die Hamsterkäufe vom Wochenende sind auch heute noch sichtbar.

Ungewohnte Vorratskäufe – große Regallücken

Die Angst vor dem Corona-Virus sorgte am letzten Wochenende für unglaubliche Hamsterkäufe bei zahlreichen Kunden. Im Laufe der Woche hatte sich das bereits angekündigt. Schon da hatte der Einzelhandel höhere Abverkäufe gemeldet – ungewöhnlich insbesondere für den Beginn der Fastenzeit. [1]  Am Samstag dann der Höhepunkt: Nicht nur Trockenware und Konserven gingen in rauen Mengen weg und waren out of stock. Selbst Kartoffeln wurden fast überall zur Mangelware. Das Dosenbrot erfreute sich ungeahnter Beliebtheit [2] und wurde reichlich gekauft. Und Eltern von Kleinkindern mussten vielerorts Glück haben, um überhaupt noch eine Packung Windeln zu ergattern. Wer am Samstag leer ausging, muss sich aber noch immer ein wenig gedulden. Denn auch heute Morgen gab es in etlichen Märkten noch große Regallücken.

Nudeln – immer noch Mangelware!

Das Wochenende hat sichtbare Spuren hinterlassen. In den besuchten Märkten von Rewe, Aldi Süd, Lidl und real sind zwar viele Mitarbeiter eifrig am Auffüllen. Doch insbesondere bei Nudeln und Reis sind die Regale und Lager leer. So wiederholen sich die Bilder vom Wochenende auch noch am Montagmorgen. Sowohl bei Rewe als auch bei Lidl sind beispielsweise nur vereinzelte Nudelpackungen verfügbar.

Leere Nudelregale bei Rewe, Out of Stock Situation wegen Corona-Virus
Geplünderte Nudelregale einer Rewe-Filiale in Darmstadt am Montag gegen 9 Uhr morgens
Leere Nudelregale bei Lidl, Out of Shelf Situation wegen Corona-Virus
Geplünderte Nudelregale einer Lidl-Filiale in Darmstadt am Montagvormittag

Der besuchte Aldi dagegen hat nicht mal das aufzuweisen: Alles sei weg, Nachschub noch keiner angekommen – so die Antwort eines Mitarbeiters, nachdem die minutenlange Suche im Markt erfolglos blieb.

Regallücken auch an anderen Stellen

Aber auch bei Kartoffeln, Wasser und Toilettenpapier sind die Engpässe noch am Montagmorgen sichtbar. Dies zeigen diese Bilder unserer schnellen Store-Visits am Montagvormittag:

Kartoffeln sind Mangelware nach den Hamsterkäufen, Angst vor Corona-Virus
Sehr begrenztes Kartoffelangebot bei Rewe am Hamsterkauf-Samstag
Kartoffel-Angebot bei Rewe sehr begrenzt, Folge der Hamsterkäufe, Angst vor Corona-Virus
Die Lage am Montagvormittag: Noch immer sind nur sehr begrenzte Mengen an Kartoffeln im besuchten Rewe-Markt verfügbar.
Leere Wasserregale bei Rewe nach Hamsterkäufen
Deutlich dezimierte Wasservorräte in einer Rewe-Filiale am Montagvormittag
Begrenztes Wasserangebot bei Lidl nach Hamsterkäufen
Auch bei Lidl ist auch am Montagvormittag nur ein reduziertes Wasserangebot verfügbar.
Regallücken bei Toilettenpapier in einer Aldi Süd Filiale
Toilettenpapier war bei Aldi Süd besonders gefragt – klaffende Lücken auch noch am Montagmorgen nach dem Hamsterkauf-Wochenende
Out of Shelf-Situation beim Toilettenpapier bei Rewe
Out-of-Shelf-Situationen beim Toilettenpapier am Montagvormittag in einer Rewe-Filiale

Kein Grund zur Sorge – doch weitere Hamsterkäufe zu erwarten

Grund zur Sorge müssen Verbraucher nicht haben, so der Handelsverband Deutschland. Effiziente Lieferstrukturen und hohe Warenverfügbarkeit seien gewährleistet. [3] Die Lücken im Regal sollten so schnell geschlossen sein. Aber die Frage bleibt trotzdem, wie lange. Zu erwarten ist, dass weitere Hamsterkäufe folgen könnten. Denn wer schon mal zu spät kam und nur noch in leere Regale blicken konnte, wird sich bei Wiederverfügbarkeit der Waren wohl auch erst einmal etwas stärker eindecken.

Wir sind daher gespannt, wie sich die Situation in den nächsten Tagen entwickelt und wann wieder Normalität in den Supermärkten und Discountern einkehrt.

 

[1] Der Tagesspiegel hatte über ein Umsatzplus von 30 bis 40 % in ganz Berlin und Brandenburg berichtet. tagesspiegel.de

[2] Das Dosen-Brot erlebt eine Renaissance. Die Angst vor dem Corona-Virus verstärkt diesen Trend. rnd.de

[3] „Aus Sicht des Handelsverbandes Deutschland ist die Warenverfügbarkeit erst einmal nicht eingeschränkt. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, bekräftigte dessen Sprecher Kai Falk am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.“
rnz.de

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Teuer vs. günstig: Fleischersatz in der Sortimentsanalyse

Supermarkt Regal Fleischersatzprodukte für eine Sortimentsanalyse & Preisanalyse

Noch bis morgen haben Biofach 2020 und Erlebniswelt VEGAN in Nürnberg ihre Pforten geöffnet. Passend dazu blicken wir in diesem Artikel auf das Fleischersatz-Sortiment in deutschen Supermärkten und Discountern. Denn Fleischalternativen sind absolut en vogue. Die Verbraucher sind offen und probieren gerne mal etwas Neues aus. Entsprechende Shopper Insights hatten wir bereits im ersten Teil unserer Beitragsreihe zu Fleischersatz-Produkten gegeben. In diesem Beitrag gehen wir nun einen Schritt weiter und blicken im Rahmen einer Sortimentsanalyse in die Regale der Supermärkte und Discounter.

Besonders beliebt bei Konsumenten sind die fleischfreien Produkte Burger-Patty, Schnitzel, Hackfleisch und Bratwürstchen. Doch wie viel bezahlt man dafür bei unterschiedlichen Händlern eigentlich? Auf der Suche nach einer Antwort haben wir die Nutzer unserer appJobber-App dafür in die neun größten Discount- und Supermarktketten geschickt. Sie haben dort das Angebot im Kühlregal genau unter die Lupe genommen und für uns die Verkaufspreise der Warengruppe in Erfahrung gebracht. Auf dieser Grundlage haben wir die jeweils günstigsten Produkte des Händlers aus den vier Kategorien Schnitzel, Burger-Patty, Hackfleisch und Bratwurst identifiziert.

Wo shoppen Kunden am günstigsten?

Ergebnis der Analyse ist ein typischer Warenkorb für Shopper. Dieser zeigt auf einen Blick, wie viel Budget man pro 100 g in den vier Kategorien jeweils investieren muss, wenn man im Markt das günstigste Produkt wählt. Im direkten Vergleich zeigen sich beispielsweise für vegetarisches Hackfleisch Preisunterschiede von bis zu 230%:

Sortimentsanalyse in Discounter und Supermarkt: Die Grafik zeigt die günstigsten Preise für Fleischersatz-Produkte im Vergleich

ALDI Süd und Lidl sind die erste Anlaufstelle für Shopper

Bei ALDI Süd werden Shopper bereits seit Längerem in jeder der vier Produktkategorien fündig. Inzwischen hat auch Lidl nachgezogen [1] . Mit einem Warenkorb von gerade einmal 4,06 € (ALDI Süd) bzw. 4,18 € (Lidl) kommen Konsumenten dort so günstig weg wie nirgends sonst. Ein wichtiger Grund dafür: Alle 4 Produkte können preisgünstig von den Eigenmarken (EM) Vegetarisch lecker bzw. Mein Veggie Tag, Next Level bzw. My Best Veggie angeboten werden.

Sortimentsanalyse Fleischersatz-Produkte bei ALDI Süd: günstiger Preis, kleines Sortiment
Fleischersatz-Produkte bei ALDI Süd: Kleines Sortiment, doch geringer Preis dank Eigenmarken

Auch Netto und ALDI Nord schneiden in der Sortimentsanalyse preislich sehr gut ab – ebenfalls dank Eigenmarken. Allerdings müssen Shopper hier für Veggie Hackfleisch bzw. Veggie Schnitzel eine andere Verkaufsstelle aufsuchen, denn die Produkte sind (noch) nicht im Sortiment vorhanden.

Bei Penny werden Verbraucher ebenso nicht in allen Kategorien fündig und müssen für Veggie Hackfleisch noch einen weiteren Discounter oder Supermarkt aufsuchen. Wie die Grafik zeigt, liegt der 100-g-Preis bei Penny deutlich über Netto und ALDI Nord. Grund dafür: Der Discounter kann in keiner der untersuchten 4 Kategorien günstige Eigenmarken-Produkte anbieten, sondern bietet im Fleischersatz-Sortiment für diese Kategorien ausschließlich Marken-Produkte an.

Günstigster Supermarkt in der Sortimentsanalyse: real

Die Supermärkte weisen im Vergleich zu den Discountern ein deutlich größeres Sortiment auf. Ob Veggie Schnitzel, Veggie Burger-Patty, Veggie Hackfleisch oder Veggie Bratwurst: bei real, Edeka, Rewe und Kaufland ist alles verfügbar. Fast immer hat der Kunde die Wahl zwischen mehreren Produkten, meist Markenprodukten. Preislich zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Bei den Supermärkten bezahlt der Kunde bei real bislang mit 5,19 € am wenigsten. Die günstige Eigenmarke real QUALITY macht hier den entscheidenden Unterschied. Am tiefsten in die Tasche greifen muss der Shopper dagegen bei Kaufland. Die vier Veggie-Produkte kosten dort zusammen 6,25 € (100g-Preis).

Sortimentsanalyse Fleischersatz-Produkte bei EDEKA: Große Auswahl an Markenprodukten, etwas höherer Preis
Fleischersatz-Produkte bei EDEKA: Große Auswahl an verschiedenen Marken-Produkten, dadurch höhere Verkaufspreise

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein vergleichender Blick auf eine ähnliche Untersuchung, die verbraucherwelt.de im Jahr 2016 durchgeführt hat. Damals musste der Kunde noch bei EDEKA am tiefsten in die Tasche greifen und kam bei Kaufland am günstigsten weg. Und in knapp 4 Jahren hat sich auch beim Marken-Angebot einiges getan. Es zeigen sich deutliche Unterschiede bei den jeweils verfügbaren günstigsten Marken.

 

[1] Seit Anfang Februar 2020 bietet Lidl Mini-Schnitzel sowie Veggie Bratwürste an. Diese sollen zwar zunächst nur für begrenzte Zeit verfügbar sein. Mit Blick auf den Markt und die Nachfrage nach Fleisch-Alternativen dürften sich die Produkte dort dauerhaft etablieren. Siehe auch: Pressemitteilung von Lidl, presseportal.de

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Shopper Insights: Fleisch oder Nicht-Fleisch?

Fleischspieß und Gemüsespieß. Shopper Insights zum Essverhalten.

Vegetarier, Veganer, Pescetarier oder Fleischesser – die Essgewohnheiten variieren stark. Doch wie groß sind die genannten Gruppen eigentlich? Welche Rolle spielen Fleischersatz-Produkte beim Shoppen? Und wie sieht das Fleischersatz-Sortiment in den Supermärkten und Discountern überhaupt aus? appJobber hat dazu in den vergangenen Wochen Umfragen, Erhebungen und Sortimentsanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse und Shopper Insights stellen wir in den kommenden Wochen auf unserem Blog vor. Los geht es nun mit dem ersten Teil:

Teil 1: Shopper Insights zu Essgewohnheiten

Mit hunderttausenden App-Nutzern führen wir regelmäßig Umfragen in unserer Crowd durch und generieren so belastbare Shopper Insights. Passend zum Thema wollten wir daher wissen, welche Essgewohnheiten unsere deutschen User haben. 1302 Personen haben an der Umfrage im Herbst 2019 teilgenommen und sich jeweils einer der vier Gruppen – Vegetarier, Veganer, Pescetarier oder Fleischesser – zugeordnet.

Das Ergebnis zeigt: Die Fleischesser dominieren.

Diagramm zum Essverhalten der Deutschen

Mit 88% stellen die Fleischesser eindeutig die größte Gruppe. Der Anteil an Vegetariern liegt bei 7,68%. Diese Zahl deckt sich dabei in etwa mit den Werten, die Statista im Juli 2019 für Deutschland veröffentlicht hat (7,48 %) [1] . Der Anteil der Veganer beträgt bei unserer Umfrage 2,3 %. Dieser Wert liegt somit deutlich über jenen Werten, die Statista (Juli 2019: 1,17 %) [2] und Proveg (Januar 2019: 1,6 %) [2] für die deutsche Bevölkerung im vergangenen Jahr kommuniziert hatten. Zu den Pescetariern zählten sich nur 1,2% der von uns Befragten.

Umfrage zeigt auch: Fleischalternativen sind zunehmend gefragt

Die Fleischesser stellen die überwältigende Mehrheit. Jedoch gaben viele Teilnehmende an, dass sie ihren Fleischkonsum mittlerweile stark eingeschränkt haben. Fleischersatz-Produkte rücken daher bei vielen Konsumenten in den Fokus und wandern zunehmend in den Einkaufswagen. Kein Wunder: Die Vielfalt beim Fleischersatz ist enorm. Von Soja, Tofu und Lupine bis hin zu Tempeh, Seitan, Grünkern oder Jackfruit reicht das Angebot und die Liste wächst stetig. Schon die Neugier auf den Geschmack dürfte hier ein treibender Faktor sein.

Etwa die Hälfte der Shopper setzt auf Fleischersatz-Produkte

Im Rahmen der Umfrage äußerten sich unsere App-User auch zum Konsum von Fleischersatz-Produkten. Dabei zeigt sich: Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmenden isst und kauft Fleischersatz-Produkte. Bei 51,2 % der Befragten kommen dagegen keine Ersatzprodukte auf den Teller.

Umfrageergebnis zu Fleischersatz-Produkten: Knapp die Hälfte der Shopper konsumiert Fleischersatzprodukte

Zu den beliebtesten Produkten gehören dabei fleischfreies Hack, fleischfreie Burger-Patties, fleischfreie Bratwürstchen und fleischfreie Schnitzel. Wie viel Geld man bei einem Einkauf dieser Produkte einplanen muss und bei welchem Discounter oder Supermarkt man dabei am günstigsten wegkommt, verraten wir in Kürze in unserem zweiten Teil der Reihe.

 

[1] „Vegetarier in Deutschland“, statista.com
[2] „Veganer in Deutschland 2019“, statista.com
[3] „Vegan-Trend: Zahlen und Fakten zum Veggie-Markt“, proveg.com

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Was ist eigentlich dieses „Kraut-Wörking“?

Person bei der Gartenarbeit - Mit Crowdworking lassen sich Vor-Ort-Informationen vom POS oder POI schnell und günstig beschaffen

Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran. Und auch vor der Arbeitswelt macht sie nicht Halt. Crowdworking ist das Stichwort, das man in diesem Zusammenhang immer wieder hört. Dessen Relevanz steigt zunehmend – genauso wie die Verbreitung. [1] Doch was genau ist das eigentlich? Und wie können Unternehmen davon profitieren?

Gegen fehlende Vor-Ort-Informationen ist ein Kraut gewachsen: Crowdworking

Viele Unternehmen haben Crowdworking inzwischen als wirkungsvolles Mittel gegen Informationslücken entdeckt. Mit Kraut hat Crowdworking dabei natürlich nichts zu tun. Beim Crowdworking werden viele kleine Aufgaben – sogenannte „Mikrojobs“ – einer Menge (Crowd) zur Verfügung gestellt. Die Crowdworker können diese kleinen Jobs annehmen und erhalten dafür ein Honorar. Organisiert wird das Ganze über Crowdworking-Plattformen wie appJobber. Die beauftragenden Unternehmen können ihre Aufgaben über die Plattform an die User der App weitergeben. Diese holen dann die benötigten Informationen ähnlich wie ein freier Mitarbeiter ein – normalerweise direkt mit dem Smartphone. Tageszeit unabhängige Durchführung, meist freie Wahl des Arbeitsortes: Ein flexibleres Nebenjob-Modell gibt es wohl kaum.

Flächendeckende Erfassung

Auch die Unternehmen setzen auf den großen Vorteil des Crowdworkings: Die User sind bereits vor Ort und grundsätzlich überall zu finden. Viele leben zwar in größeren Städten, doch auch in kleineren Städten oder auf dem Land werden Crowdworking-Apps wie appJobber genutzt. So lassen sich flächendeckend und parallel Vor-Ort-Informationen vom entsprechenden POS oder POI einholen. Auch Stichprobenüberprüfungen sind so gleichzeitig in den verschiedensten Regionen möglich. Das spart erheblich Zeit und damit Kosten. Denn Anfahrts- oder Übernachtungskosten entfallen komplett.

Übersichtskarte zur Jobberabdeckung von appJobber in Deutschland
Landkarte zur Jobberabdeckung von appJobber in Deutschland

Mehr Erfolg mit Crowdworking

Ist eine bestimmte Sonderaktion im Supermarkt X zu finden? Wie teuer ist das Konkurrenzprodukt beim Händler Y? Wie wird in Apotheke Z zu meinem Präparat beraten? Promotion-Checks, Preis-Beobachtungen oder Mystery Shopping gehören zu den gängigsten Anwendungsfällen von Crowdworking. Doch die Einsatzbereiche sind noch deutlich vielfältiger. Denn: Damit ein Unternehmen Informationen durch Crowdworking einholen kann, müssen nur wenige Bedingungen erfüllt sein.

Kleine, überschaubare Aufgaben

User von Crowdworking-Apps stammen aus nahezu allen gesellschaftlichen Schichten, Alters- und Berufsgruppen. Das bedeutet für die Aufgabenstellung: Sie sollte leicht verständlich und schnell zu erfassen sein. Kurze Beschreibungen und klar definierte Vorgaben sind die Bedingungen für den Erfolg von Crowdworking.

Ein Arbeitsmittel genügt: Smartphone

Die User erledigen die Jobs häufig auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Nachhauseweg oder mal eben zwischendurch in der Mittagspause. Für die Erfüllung der Mikrojobs sollte daher kein besonderes Equipment notwendig sein. Die Daten sollten per Foto oder kurzer Aussage erfassbar sein – etwa als kurze Einschätzung zur Freundlichkeit von Personal, zur Verfügbarkeit eines Produkts oder als Aussage zu Konsum- oder Markenvorlieben.

Ist eine größere Ausrüstung (z.B. Werkzeug) erforderlich, bedarf die Annahme eines solchen Mikrojobs größerer Vorbereitung von Seiten des Crowdworkers. Das ist kein Ausschlusskriterium. Es wirkt sich jedoch auf die Schnelligkeit der Erledigung aus und sollte daher mitbedacht werden. Eine längere Laufzeit ist in solchen Fällen ratsam.

Arbeitsort für jeden zugänglich

Wenngleich Crowdworker nahezu überall zu finden sind, sind sie Externe. Sie können relevante Informationen schnell einholen – jedoch nur an frei zugänglichen Orten. Es darf somit keine Zugangsbeschränkung zum gesuchten Ort geben. Informationen von Privatgelände können daher nicht via Crowdworking eingeholt werden.

Und damit auch schon genug!

Sind diese Grundbedingungen erfüllt, kann es losgehen mit der POS- oder POI-Überprüfung und der Einholung von Vor-Ort-Informationen. Egal, ob Supermarkt, Getränkemarkt, Apotheke, Drogerie, Baumarkt, Kiosk oder Restaurant: (Fast) Alles ist möglich.

Sie haben Anwendungsfälle für Ihr Unternehmen im Sinn? Dann sprechen Sie uns an! Wir machen Ihnen ein unverbindliches Angebot – auch gerne  für ein erstes Testprojekt.

[1] „Crowdsourcing im Unternehmen einsetzen“, haufe.de

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Promotions zum Schulanfang

Symbolbild Schulanfang mit Schultüte

Der Schulanfang ist eine große Sache – für die angehenden Schulkinder und deren Familien. Aber ganz klar auch für den Handel. In wenigen Tagen steht der Schulanfang in den letzten beiden deutschen Bundesländern an: Bayern und Baden-Württemberg. Für den PBS-Handel bedeutet das: Die Hochsaison für Hefte, Stifte und Blöcke geht mit großen Schritten dem Ende entgegen. Und auch für die Spielwaren- und Süßwarenbranche endet eine beliebte und lohnende Aktionszeit. Doch welche Marken machen zum Schulanfang eigentlich besonders auf sich aufmerksam? Wer ist im Handel mit auffälligen Promotions präsent? Wer schickt besondere Aktionsware ins Rennen?

Wir haben die Nutzer unserer appJobber App losgeschickt und uns mit ihrer Hilfe im Handel umgesehen. Sehen Sie hier, was unsere Shopper entdeckt haben und was dabei positiv und negativ auffiel.

Schulbus-Promotions dominieren im PBS

Bei den großen Schreibwarenherstellern dreht sich diesmal alles um den Bus. Stylex, Herlitz und Oxford haben ihre Produkte in den Märkten und im Buchhandel in Schulbussen vorgefahren. Darin ist nicht nur viel Platz für die eigenen Hefte, Stifte, Ordner und Co. Für einen Hingucker ist so in jedem Falle auch gesorgt.

Schulbus Displays Beispiele

LEGO mit Sonderaktion – auch im Discounter

„Für kleine Helden zum Schulanfang“: So heißt das Sonderdisplay, mit dem LEGO u.a. in Rewe- und Netto-Märkten ins Auge fällt. Zwischen Waschmittel und Spüli oder auf der Aktionsfläche neben Schulanfangs-Produkten von Staedtler, Stabilo und Pelikan: Der schmale, hohe Aufsteller dürfte viele zum Spontankauf inspiriert haben.

Sonderaktion LEGO zum Schulanfang

„Back 2 School“ ist die Devise bei „Kinder“

Das aufmerksamkeitsstarke Display von „Kinder“ dürfte kaum zu übersehen sein. Mit großer Aufschrift „Back 2 School“ wird glasklar, was in die Schultüte reingehört. Weitere Kauf-Anreize bietet Ferrero mit der Aktionspackung „Kinder Riegel“ inkl. UNO-Spiel. (Spannung,) Spiel und Schokolade gehören einfach zusammen. Auch die kleinen Schultüten gefüllt mit Schokolade sind in diesem Jahr wieder erhältlich. Und damit noch nicht genug: Ergänzt wird das Ganze in einigen Märkten auch noch um ein Gewinnspiel. Als Preis wartet eine Tasche von Vaude. Mit dieser Vielseitigkeit an Promotion-Maßnahmen stechen die „Kinder“-Produkte ganz deutlich heraus.

Sonderpromotion Back to School von Kinder

Mars punktet mit groß angelegter Kooperation mit Staedtler®

Zur Vermarktung seines Snack-Sortiments bietet auch Mars seinen Fans einen besonderen Anreiz: Für je 3 gekaufte Produkte gibt es ein Gratis Stifte-Set von Staedtler dazu. Die Aktion wird im Markt mit großem Display beworben und zusätzlich auf der Aktionswebsite www.schulstart-aktion.de.

Mars Sonderaktion Schulanfang

HARIBO wirbt mit dem Goldbären

Egal, wie klein die Schultüte: Mini-Packungen von HARIBO passen überall rein. Und beliebt sind sie bei den meisten Kindern auch. Unter dem Motto „DURCHSTARTEN“ in der Schule lockt der Süßwarenhersteller zum Schulanfang mit Gewinnaktionen in den Märkten. Der Hauptpreis: ein großer Plüsch-Goldbär.

Schulanfangsaktion von HARIBO

nimm2 bietet eine coole Sporttasche

Unter dem Motto „Countdown zum Schulstart“ steht das Aktionsdisplay von Storck. Der große Aufsteller mit Matheformeln bietet Platz für die Marken Nimm2, Knoppers und Co. Er wird aber auch für Konkurrenzprodukte genutzt: So findet man im Beispielbild bei näherem Hinschauen ganz links Erfrischungsstäbchen von De Beukelaer.
Darüber hinaus setzt man auch mit Nimm2 auf eine Gewinnaktion. In diesem Fall wartet eine Sporttasche auf den Gewinner.

Beispiele für Sonderaktion Schulanfang von Nimm2

Auch Eckes-Granini setzt auf die Schultüte

Schulkinder sollen nicht nur naschen, schreiben oder kleben. Ohne Getränk kommt man nicht über den Schultag. So nutzt auch Eckes Granini den Schulanfang für seine Fruchtsaftmarke hohes C. Als perfekter Begleiter für Schultüte und Schulranzen werden die 0,25 Liter-Fläschchen von hohes C mit einem Sonderdisplay präsentiert. „Das PLUS für die Schultüte“ dürfte auf diese Weise in viele Einkaufswagen gewandert sein.

Display Schulanfang von Eckes Granini - hohes C

Was fällt sonst noch auf?

Die Handelsketten warten mit eigenen Sonderdisplays auf. So setzt beispielsweise auch Kaufland auf den Schulbus und präsentiert darin PBS-Produkte verschiedener Marken als Aktionsware.

Bus Display zum Schulanfang bei Kaufland

Marken-Displays mit Konkurrenzprodukten gefüllt

Es kommt immer wieder vor, dass Displays am POS auch mit Konkurrenzprodukten gefüllt sind. Im Rahmen unserer Oster-Erhebungen hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht. Auch bei den Schulanfangs-Promotions zeigte sich ein solches Bild, wie schon bei Nimm2 zu sehen war. Doch nicht nur dort: Der Schulbus, mit dem etwa Mentos und Lollis von Chupa Chups direkt in die Einkaufswagen der Kunden „fahren“ sollten, wird auch zur Promotion von HARIBO genutzt.

Display zum Schulanfang von Mentos und Chupa Chups

Fazit:

Viele Marken wollen mit Vollgas zum Erfolg beim Schulanfang düsen und setzen am POS dieses Jahr auf Bus-Displays. Daneben wird im Rahmen von Sondereditionen, Segment übergreifenden Kooperationen oder Gewinnspielen in den Märkten um die Aufmerksamkeit der Kunden gebuhlt. Allerdings zeigen sich am POS auch deutliche Mängel: Die Umsetzung der Sonderaktionen in den Märkten erfolgt nicht immer wie von den Marken intendiert. Konkurrenzprodukte werden im gleichen Sonderdisplay mitpräsentiert und erhalten dadurch mehr Beachtung – die eigenen Produkte haben das Nachsehen.

Umfassende Platzierungs-Checks können Markenherstellern dabei helfen, die Realsituation am POS aufzudecken. Gemeinsam mit appJobber lässt sich somit die Umsetzung von Sonderpromotions direkt vor Ort überprüfen und die Platzierung am POS optimieren. In der Folge können Maßnahmen ergriffen werden, um die eigenen Produkte bei den Kunden noch stärker in den Fokus zu stellen.

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Platzierungs-Check: Wo gibt’s den „Sun Creamie“ von true fruits?

Smoothie Regal im Supermarkt mit "Sun Creamie"

Dieser Smoothie ist definitiv der Hingucker-Smoothie des Jahres: die Sonderedition „Sun Creamie“. Das Produkt von true fruits sieht einer bekannten Sonnencreme zum Verwechseln ähnlich und wurde vor 3 Wochen auf den Markt gebracht. Noch bevor das Unternehmen durch ein Social Media-Posting zur Sonderedition in die Kritik geriet, hat appJobber einen deutschlandweiten Platzierungs-Check durchgeführt. Das Ziel: Herausfinden, in wieweit die Sonderedition in den Märkten verfügbar ist. 1  Denn allzu häufig sind Neuprodukte in den Supermärkten gar nicht zu finden.

Verkaufsstart der cremigen Smoothie-Sonderedition war am 29. Juli 2019. Über Social Media wurden auch wir darauf aufmerksam und schauten uns im Handel danach um. Aber vergeblich. In Darmstadt, Firmensitz von appJobber, konnten wir ihn auch 10 Tage nach Markteinführung nicht finden. Ein Blick auf die zahlreichen Kommentare bei Facebook und Instagram zeigte: Damit waren wir nicht allein. Vielen true fruits-Fans ging es genauso. Jeder wollte probieren, doch die wenigsten konnten. Daher führten wir einen kleinen deutschlandweiten Platzierungs-Check durch.

Die Erhebung

Zwischen 9. und 12. August 2019 schickten wir Nutzer unserer appJobber-App deutschlandweit in 100 Märkte und ließen dort die Stammplatzierung mit gekühlten Smoothies und Säften überprüfen.2 Laut Unternehmensinformation sollte der „Sun Creamie“ in Deutschland in Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland erhältlich sein. Die Jobber hatten daher die Wahl zwischen Filialen dieser drei Einzelhandelsketten. Discounter und andere Einzelhändler waren vom Test ausgeschlossen.

Ergebnis Platzierungs-Check: Quote äußerst gering

Mit einer relativ geringen Marktabdeckung hatten wir mit Blick auf die Fan-Kommentare bereits gerechnet. Überrascht waren wir dann aber doch: Knapp zwei Wochen nach Markteinführung hatten nur 16% der besuchten Filialen den Creamie in Sonderedition tatsächlich im Kühlregal stehen. Das heißt: In fünf von sechs Märkten suchte man vergeblich nach der blau-gelben Flasche.

Diagramm zur Verfügbarkeit vom Smoothie "Sun Creamie"

Die Verteilung der besuchten Märkte erfolgte bei diesem Platzierungs-Check rein zufällig. Auf eine Quotierung der Märkte wurde bei diesem Schnell-Check verzichtet. Die appJobber-Nutzer konnten zwischen den drei Einzelhandelsketten frei wählen. In der Praxis zeigte sich dann folgendes Bild: Die Überprüfung fand zu 58% bei EDEKA, zu 28% bei REWE und zu 14% bei Kaufland statt.3

Diagramm zur Verteilung der besuchten Märkte

Die regionale Verteilung bei der Überprüfung erfolgte bei diesem Schnell-Check ebenfalls zufällig. Die 100 schnellsten appJobber-Nutzer konnten den Check durchführen – egal, in welcher Stadt oder Region sie unterwegs waren.4 Trotzdem konnten wir Ergebnisse aus sehr vielen Regionen generieren: von Aachen bis Zittau, von Kiel bis München. Eine starke Häufung der Checks gab es allerdings in Berlin (23 Filialen), Chemnitz (7 Filialen) und Bremen (5 Filialen).

Übersichtskarte der besuchten Märkte

Wissen um Neuprodukt äußerst klein

Im Rahmen der Überprüfung fragten wir bei den Jobbern auch ab, ob sie bereits vor unserem Platzierungs-Check von der Sonderedition gehört hatten. Zudem wollten wir wissen, ob das Produkt bereits probiert wurde oder ob man noch probieren wolle. Die Ergebnisse zeigten folgendes Bild: Nur 10% der Befragten wussten vor unserem Platzierungs-Check vom Produkt. Davon wiederum hatte erst eine Person die Sonderedition gekauft und probiert. Von den 90% der User, die erst durch unseren Platzierungs-Check auf das Produkt aufmerksam wurden, gaben gut 47% an, dass sie den „SUN Creamie“ noch probieren wollen. Der Platzierungs-Check von appJobber hatte somit auch eine gewisse Werbewirkung.

Diagramm zur Kenntnis über den Smoothie "Sun Creamie"

1. Der Platzierungs-Check war nicht von true fruits beauftragt. Die Erhebung wurde von appJobber zur Marktforschung selbst initiiert.

2. Der Platzierungs-Check fand einige Tage vor dem heiß diskutierten Instagram-Posting von true fruits statt. Die Platzierungsergebnisse unseres Checks stehen daher in keinem Zusammenhang mit den Diskussionen darum.

3. Bei Bedarf ließe sich hier eine Quotierung umsetzen, um von jedem Händler eine identische Anzahl an Ergebnissen zu erhalten.

4. Bei Bedarf ließe sich hier auch eine regionale Quotierung umsetzen, um z.B. Nielsengebiet spezifisch jeweils eine identische Anzahl an Ergebnissen zu erhalten.

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Supermarkt vs. Kiosk: Welche Preisunterschiede gibt es?

Smoothie-Regal im Supermarkt

Preisunterschiede im Foodbereich sind Normalität. Jede Woche lockt ein anderer Supermarkt mit Schnäppchenpreisen: Der Kunde kann viel Geld sparen, wenn er die verschiedenen Prospekte aufmerksam liest und seine Einkäufe danach plant. Beim Spontankauf sieht das anders aus. Wer seinen kleinen Hunger zwischendurch stillen möchte, sollte bereit sein, draufzulegen. Gerade bei Getränken oder kleinen Snacks in Bäckereien und Cafés, an Kiosken, Tankstellen oder an besonders exponierten Standorten trifft man erwartungsgemäß auf höhere Preise. Doch mit welchen Preisunterschieden kann man rechnen?

Preisunterschiede im Praxistest: Smoothies

Auf diese Frage haben wir eine Antwort gesucht und anhand verschiedener Innocent® Smoothies einen kleinen Realitäts-Check gemacht. Für die Untersuchung konnten wir dabei auf Daten zurückgreifen, die unsere appJobber-Nutzer in Supermärkten, Filialen von großen Kaffeehausketten, Bäckereien und Kiosken zwischen November 2018 und Februar 2019 im Rahmen unterschiedlicher Preiserfassungen erhoben haben. Unter die Lupe genommen haben wir dabei folgende drei Produkttypen: Innocent® Smoothie – Obst zum Trinken (250 ml), Innocent® Saft oder Smoothie (750-900 ml) und Innocent® Super Smoothie (360 ml).

Die Lage macht‘s

Wir haben jeweils den Normalpreis im Supermarkt, den Sonderpreis im Supermarkt sowie den Preis im Café/Kiosk und – sofern vorhanden – den Preis im Café/Kiosk in exponierter Lage untersucht. Das Resultat: Der Preisaufschlag schwankt zwischen knapp 12 und bis zu ca. 52 Prozent. An besonders exponierten Standorten – etwa am Frankfurter Flughafen – schnellt der Preis aber auch deutlicher nach oben. Zwischen gut 76 Prozent und sage und schreibe mehr als 150 Prozent lag der Preisaufschlag.

Innocent Smoothie / Saft - Verkaufspreise im Vergleich

Innocent Super Smoothie Preisvergleichsübersicht

Preisaufschläge von bis zu 150 Prozent – beim kleinsten Produkt

Das Erstaunliche an unserem Preis-Check: Gerade für das kleinste Produkt, den praktischen 250-ml-Smoothie für die Handtasche, haben wir den höchsten Preis ausfindig gemacht. Stolze 4,50 € muss der Kunde dafür in der Filiale einer Kaffeehauskette am Frankfurter Flughafen löhnen. Verglichen mit dem Normalpreis im Supermarkt (1,79 €, z.B. bei Rewe oder real) ist das der 2,5-fache Preis. Im Vergleich zum Sonderpreis (1,11 €, z.B. bei Rewe oder Edeka) ist das gar der 4-fache Preis.

Fazit: Bei diesen teils gewaltigen Preisunterschieden muss der Appetit auf Obst zum Trinken schon sehr groß sein.

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Weniger Plastik im Supermarkt

Weniger Plastik bei Obst im Supermarkt

Der Trend zu weniger Plastik schreitet voran – zwar langsam, aber die Richtung stimmt. Gerade in den Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte ist das inzwischen immer offensichtlicher. Aldi und Lidl sind im vergangenen Jahr bei den Discountern vorangegangen und bieten seitdem einen großen Teil der Obst- und Gemüsewaren lose an. Jetzt legt REWE nach und nimmt sich dem Bio-Obst und -Gemüse an: Seit Ende April bietet der Konzern in 630 Filialen Bio-Obst und -Gemüse weitgehend unverpackt an. [1] Das ist nicht nur für die Umwelt gut. Auch die Kunden und die Händler können davon profitieren.

Der Plastikflut in den Supermärkten den Kampf ansagen

Dass sich etwas ändern muss, liegt auf der Hand: Plastikmüll wird immer mehr zum Problem. Deutschland liegt beim Verpackungsmüll in Europa ganz vorn: Mit 220,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr lagen wir 2016 deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 167,3 Kilogramm pro Kopf. [2] Laut einer Studie vom NABU waren 2016 63% Obst und Gemüse mit Industrieverpackung versehen. Seitdem hat sich einiges getan. Seit Juni 2016 kosten die Plastiktüten im Supermarkt Geld, es werden Stoffbeutel angeboten, „Unverpackt-Läden“ liegen voll im Trend und sind mittlerweile in vielen größeren Städten zu finden.

Vorteile besonders in den Obst- und Gemüseabteilungen

Kräftig orange-rot leuchtende Tomaten, knackiger grüner Salat, der Duft frischer Erdbeeren – umhüllt von Plastik geht all das mehr oder weniger unter. Deutlich mehr Appetit auf Obst und Gemüse entsteht „hüllenlos“. Dann also, wenn verschiedene Sinne angesprochen werden – insbesondere der Geruchssinn. Denn erwiesenermaßen wirken vor allem gute Gerüche positiv auf die Kaufkraft. Mit einem frischen Zitrusduft oder süßem Erdbeerduft in der Nase greift der Verbraucher dann auch eher mal spontan zu und gönnt sich was.

Loses Gemüse und Obst bringt für den Käufer einen weiteren Vorteil: die individuell zu bestimmende Kaufmenge. Denn nicht immer muss es eine Viererpackung Paprika sein oder ein ganzes Kilo Karotten. Nur soviel nehmen zu müssen, wie tatsächlich gebraucht wird, heißt in der Folge meistens auch: weniger Nahrungsmittelverschwendung im privaten Bereich. Damit geht man somit ein weiteres, nicht von der Hand zu weisendes Problem an. Denn immerhin landen über 18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel hierzulande im Müll [3] – ein Thema, das gerade im Umfeld des Tags der Lebensmittelverschwendung (2. Mai 2019) Beachtung findet.

Weniger Plastik: Vorteilhafte Umsatzentwicklung möglich

Doch nicht nur der Konsument und die Umwelt profitieren von weniger Verpackungsmüll. Auch für den Handel kann sich das rentieren, wie ein Beispiel aus Neuseeland zeigt. Mit der Einführung von weniger Plastik bei Obst und Gemüse beobachtete der New World Supermarket eine vorteilhafte Entwicklung beim Umsatz. Der Abverkauf der unverpackten Waren stieg deutlich an. [4] Dass unverpacktes Obst und Gemüse die Sinne stärker anspricht, den Appetit anregt und somit auch ungeplant zum Kauf animiert, spiegelte sich dort somit auch in Zahlen wider.

Noch einen Schritt weitergehen

Bei Obst und Gemüse muss man aber nicht halt machen. Das Anbieten loser Waren kann auch auf ganz andere Bereiche übertragen werden. Zum Beispiel auf den Bereich Waschmittel. Eine dm-Filiale in Graz macht es mit einer Abfüll-Station vor und trägt so zur Plastik- und Müllvermeidung bei.

Wir sind gespannt, in welchen Bereichen sich der Trend fortsetzt und bleiben am Ball.

[1] „Rewe macht ernst“: supermarkt-inside.de

[2] „Deutsche häufen den meisten Müll in EU an“, n-tv.de

[3] „Plastikmüll“, utopia.de

[4] „New Zealand‘s ‚Nude‘ Produce Is Flying Off The shelves“, wellmadeclothes.com

Bildquelle: GregReese, pixabay.com

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